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Elektronische Rechnungsstellung im öffentlichen und privaten Sektor der EU – Hindernisse zum wirtschaftlichen Vorteil beseitigen

2010 setzte sich die Europäische Kommission in der digitalen Agenda für Europa das ehrgeizige Ziel bis 2020 das e-Invoicing als wichtigste Art der Rechnungsstellung zu etablieren. Mit der elektronischen Rechnungsstellung haben sowohl Organisationen des öffentlichen Sektors als auch Unternehmen auf dem ganzen Kontinent die Möglichkeit, Fehler und Verwaltungsaufgaben zu reduzieren. Die Einsparungen bei den Produktionskosten sind außerdem beträchtlich. Ein von Ricoh gesponserter Bericht zeigt, dass der Empfang einer Papierrechnung ein Unternehmen bei Bearbeitung jedes Mal 17,60 € kostet, im Gegensatz zu 6,70 €, die eine elektronische Rechnung kostet. Das Ausstellen einer Papierrechnung kostet jedes Mal 11,10 €, wohingegen die digitale Verarbeitung nur 4,70 € kostet.

Die Beseitigung der Hindernisse für die Einführung der elektronischen Rechnungsstellung ist ein wichtiger Schritt hin zu einer wettbewerbsfähigeren Wirtschaft in der EU. Das mangelnde Wissen hinsichtlich elektronischer Rechnungsstellung und die Bürokratie sind die Probleme, die zuerst angegangen werden müssen. Nur dann ist garantiert, dass diese Initiative größere Chancen auf Effektivität und beträchtliche Einsparungen für den öffentlichen und den privaten Sektor schafft. Wenn die Einführung der elektronischen Rechnungsstellung fehlschlägt, bedeutet dies nicht nur den Verlust von Milliarden von Euros, sondern viel mehr eine verpasste Chance auf eine bessere Effizienz im öffentlichen und privaten Sektor in Europa.

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