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Zusammenfassung

Unternehmen in Europa – ob groß oder klein – werden auf verschiedene Art und Weise von der Digitalen Agenda der Europäischen Union beeinflusst werden. Die Digitale Agenda zielt darauf ab, durch eine verbesserte Nutzung von Technologien das Wirtschaftswachstum in der Europäischen Union zu steigern. Die Unternehmen müssen sich dazu auf neue Regelungen und Richtlinien einstellen, die die Informationsspeicherung, Geschäftsprozesse, das Handling von Geschäftsdokumenten und grenzüberschreitende Geschäfte betreffen.

Den Kern der Digitalen Agenda bilden 100 geplante Maßnahmen rund um einen "digitalen Binnenmarkt", die Bereiche "Trust & Security" und die Förderung von "E-Skills". Unter diesen 100 Maßnahmen sind Aktivitäten zu finden, die die Einführung einer elektronischen Rechnungsstellung innerhalb von Europa unterstützen sollen. Außerdem sind darunter Initiativen zu finden, die kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) bei der Nutzung von Technologien unterstützen sollen. Das Ziel ist es Wettbewerbsvorteile zu erreichen.

Nach Einschätzung der Europäischen Kommission ist der Sektor der Informations- und Kommunikationstechnologie direkt für fünf Prozent des europäischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) verantwortlich. Dies entspricht etwa 660 Milliarden Euro pro Jahr. Unternehmen sollten die Möglichkeiten nutzen, die sich durch die Digitale Agenda ergeben werden.

Weitere Informationen

Elektronische Rechnungsstellung im öffentlichen und privaten Sektor der EU – Hindernisse zum wirtschaftlichen Vorteil beseitigen

Die Europäische Kommission prognostiziert, dass mit der Einführung der elektronischen Rechnungsstellung bei öffentlichen Ausschreibungen EU-weit bis zu 2,3 Mrd. € eingespart werden könnten.

Im Juli 2013 kündigte die Europäische Kommission ihre Absicht an, eine Richtlinie über die elektronische Rechnungsstellung bei öffentlichen Aufträgen vorzulegen. Das Ziel dieser Richtlinie ist die Förderung der elektronischen Rechnungsstellung in der öffentlichen Verwaltung und die Optimierung der Interoperabilität von nationalen e-Invoicing-Systemen. Die Etablierung eines europäischen Standards zur elektronischen Rechnungsstellung ist ein entscheidender Meilenstein auf dem Weg zu einem effektiven, digitalen Binnenmarkt. Wenn die Ziele dieser Richtlinie erreicht werden sollen, besteht auf europäischer und nationaler Ebene dringender Handlungsbedarf, um die vorhandenen Hindernisse zu beseitigen, die die vollständigen Digitalisierung der öffentlichen Auftragsvergabe, die sogenannte durchgängig elektronische Vergabe („end-to-end e-procurement“), auf dem gesamten Kontinent behindern. Es ist außerdem wichtig, diese Richtlinie nicht ausschließlich als für die öffentliche Verwaltung gültig zu betrachten. Sie sollte eine allgemeine Initiative sein, die sich sowohl an Unternehmen im privaten als auch im Gewerbebereich richtet.

Der Umgang mit der neuen Welt der EU- Datenschutzrichtlinien

Wieso müssen Unternehmen sich im Vorfeld der vorgesehenen EU-Datenschutzreformen überlegen, wie sie ihre Dokumente verwalten?

Die neuen Datenschutzrichtlinien beabsichtigen eine Standardisierung zu erreichen und Wachstumsgelegenheiten für europäische Unternehmen zu schaffen, indem die Abwicklung unterschiedlicher Richtlinien über Grenzen hinweg vereinfacht wird. Aufgrund der vorgesehenen Reform müssen Unternehmen jedoch mehr Verantwortung und Rechenschaftspflicht bei der Handhabung von Kundendaten übernehmen, was mit Herausforderungen bei der Dokumentenverwaltung – und der Sicherheit der zugrunde liegenden Daten – einhergeht.

Komplexe Gesetzeslage: Die Bildung einer gesamteuropäischen Cloud

Cloud Computing gilt heute als ein Hauptfaktor für Wirtschaftswachstum in Europa. Es heißt, Cloud Computing könne völlig neue Möglichkeiten eröffnen, wenn es darum geht, dass Länder, Städte, Industriezweige und Unternehmen von den wirtschaftlichen Vorteilen der Informationstechnologie (IT) profitieren können.

Unternehmen, die die Cloud nutzen möchten, müssen aber einige Herausforderungen bewältigen. Besonders kompliziert ist die Situation für Unternehmen, die in mehreren Ländern der EU tätig sind. In den Mitgliedstaaten der EU schreiben eine Reihe von Gesetzen vor, welche Daten gespeichert oder mit anderen Unternehmensbereichen lokal, innerhalb des nationalen Betriebs sowie gemeinsam mit Standorten in anderen europäischen Staaten genutzt werden dürfen. Dadurch nehmen es Unternehmen häufig als schwierig wahr, einen einzigen Cloud-Service für alle ihre Aktivitäten innerhalb der EU einzurichten, da viele Länder die Speicherung bestimmter Daten außerhalb des eigenen Landes nicht erlauben.

Ricoh Europe hat eine erfolgreiche Lösung für diese komplexe Gesetzeslage gefunden und eine einheitliche Cloud-Umgebung für seine europäischen Unternehmensbereiche eingerichtet.

Energising the European Economy One Step at a Time through Electronic Invoicing

Europäische Unternehmen werden immer stärker von der elektronischen Rechnungsstellung profitieren

Der Januar 2013 stellt einen bedeutenden Meilenstein für eine Hauptaktion der Digitalen Agenda der Europäischen Union dar, da zu diesem Zeitpunkt die Deadline für Mitgliedsstaaten zur Einführung einer Gesetzgebung zur Gleichstellung von elektronischen- und Papierrechnungen abläuft – hierdurch wird eine der Barrieren, die bisher die europaweite Einführung von elektronischer Rechnungsstellung (E-Invoicing) verhinderten, abgeschafft.

Bis heute sind die meisten europäischen Unternehmen aber nicht ausreichend vorbereitet. Viele Unternehmen, die gerne von einer papierbasierten Rechnungsstellung auf die elektronische Rechnungsstellung wechseln möchten, müssen noch eine Reihe von Hindernissen auf dem Weg hin zu einem vollständig digitalisierten Prozess überwinden. Als Haupthindernisse können offenbar genannt werden, fehlendes technologisches Wissen, nicht ausreichende technische Kapazitäten, mangelndes Vertrauen in die Sicherheit von digitalisierten Daten sowie eine fehlende Akzeptanz auf Seiten der Lieferanten und Kunden, die anscheinend noch nicht bereit sind, auf gedruckte Rechnungen zu verzichten.

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